Kalisolung

Salzformation 4
Salzformation 5

Das Element Kalium liefert als wichtiger Bestandteil von Düngemitteln einen erheblichen Beitrag zur globalen Ernährungssicherheit. Darüber hinaus wird Kalium in verschiedenen Formen in der chemischen Industrie, bei der Glasherstellung und vielen anderen Industriezweigen benötigt.

Derzeit wird Kalium überwiegend mit konventionellen Bergbaumethoden aus Salzlagerstätten gewonnen. In größeren Tiefen, bei geringen Mächtigkeiten oder geringen Kaliumgehalten der Kalisalzlagerstätten ist der bergmännische Abbau der Kalilager jedoch zunehmend mit technischen Problemen und erhöhten Kosten verbunden. Hinzu kommt, dass die oberirdische Aufhaldung der salzhaltigen Rückstände beim konventionellen Bergbau zunehmend inakzeptabel wird.

Daher wird die soltechnische Gewinnung (sogenannter „Lösungsbergbau“) von Kalisalzen zunehmend interessanter. Als positiver Effekt kommt hinzu, dass Kalisalze eine gute Wasserlöslichkeit aufweisen. Dabei sind die folgenden Charakteristika des Lösungsbergbaus im Vergleich zu konventionellen Bergwerken von Vorteil:

  • geringerer Platzbedarf für Obertageanlagen
  • geringere technische Risiken
  • Wegfall von untertägigen bergmännischen Gefährdungen
  • deutliche Senkung der Abbauverluste durch verbesserte Kavernen /Pfeiler-Verhältnisse
  • kontinuierlicher hydraulischer und Feststoffversatz in den Kavernen
  • geringere Investitionskosten durch Wegfall eines Schachtes und Grubengebäudes sowie
  • i. d. R. eine schnellere Aufnahme der Produktion.

Es bestehen unterschiedliche soltechnische Gewinnungskonzepte, die auf die Charakteristika der jeweiligen Lagerstätte angepasst werden müssen. Dabei spielen die Geometrie und die mineralogische Zusammensetzung der Kalilager eine wichtige Rolle. In der Regel ist das Kalisalz an Sylvinitlagerstätten (sog. Hartsalz) oder Carnallitlagerstätten gebunden.

Für die Planung von Kalisolungsprojekten muss zunächst die Eignung der Lagerstätte für einen soltechnischen Abbau und dessen Wirtschaftlichkeit bewertet werden. Dies erfolgt anhand einer genauen Beschreibung der Lagerstättenverhältnisse und der Reserven im Rahmen der geologischen Erkundung sowie anhand von Ergebnissen von Solversuchen an Bohrkernproben.

Je nach den Gegebenheiten und Produktionszielen wird die soltechnische Gewinnung des Kalisalzes durch die Anwendung von Kalt- und/oder Heißsolverfahren optimiert.

Neben dem Hauptprodukt Kaliumchlorid (KCl) können Stein- bzw. Kochsalz (NaCl) und gegebenenfalls Magnesiumchlorid (MgCl2) als Nebenprodukte soltechnisch gewonnen und verkaufsfähig aufbereitet werden.

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