Die Bohrung in die Tiefe


Zur Abteufung einer Kavernenbohrung bedarf es zunächst aus Gründen der Führung des Bohrmeißels und der Stabilität des Bohrloches eines Standrohres von 28“ Durchmesser, welches durch Rammen bis zu einer Teufe von ca. 50 m eingebaut wird.

Durch dieses Standrohr wird weiterhin mit einem 23“ Meißel bis in den Caprock gebohrt und anschließend eine 18 5/8“ Rohrtour eingebaut, die bis zutage zementiert wird. Diese sogenannte Ankerrohrtour dient der Ableitung der Lasten in das Gebirge und dem Schutz Wasser führender Schichten.

Nachfolgend wird mit einem 17 1/2“ Meißel durch das Salz gebohrt und anschließend die 13 3/8“ / 13 5/8’’ Rohrtour eingebaut und bis zutage zementiert. Diese sogenannte „letzte zementierte Rohrtour“ wird verschweißt eingebaut und im oberen Bereich des Salzes abgesetzt, so dass der untere Teil der Bohrung unverrohrt bleibt.

Anschließend wird ein 10 3/4’’ und ein 7’’ Solstrang in der Bohrung abgehängt. Der 10 3/4’’ Strang wird dabei auf Höhe des vorgesehenen Kavernendaches abgehängt, der 7’’ Strang hingegen wird fast bis zum Tiefsten des Bohrloches bzw. der vorgesehenen Kaverne eingebaut. Hierbei wird ein Freiraum für unlösliche Bestandteile aus dem Solprozess berücksichtigt.