Kavernen im Salz: Bohren und Solen


Kavernenbohrungen

Zur Anlage der Kavernen werden Bohrungen bis zum vorgesehenen tiefsten Punkt abgeteuft. Diese Bohrungen waren früher ausschließlich vertikal, seit einigen Jahrzehnten bedient man sich der sogenannten Richtbohrtechnik, dies bedeutet, dass die Bohrungen abgelenkt werden.

In Etzel liegen zwischen Ansatz- und Zielpunkt etwa 250 bis 300 m. Auf diese Weise lässt sich im Gelände Platz einsparen.

In beiden Fällen wird das äußere Rohr mit zusätzlichen inneren Rohren komplettiert, um so ein präzises Aussolen der Kaverne gemäß den getroffenen gebirgsmechanischen Vorgaben zu erreichen.

Hierbei sättigt sich das eingeleitete Frisch- oder Seewasser auf, die Sole wird kontinuierlich abgeleitet, dabei wird die Kaverne gezielt von unten nach oben gesolt. Es wird angestrebt, eine möglichst zylindrische Form zu erreichen und ebenfalls das Kavernendach statisch angemessen auszubilden. Im tiefsten Bereich der Kaverne, dem Kavernensumpf, verbleiben die unlöslichen Reststoffe (z. B. Anhydrite).