Salzstöcke in Norddeutschland: Gesamtvolumen der Salzablagerungen


Salzstöcke in Norddeutschland

Der Norden Deutschlands zwischen Ems und Oder verfügt über beträchtliche Ablagerungen von Steinsalz im Untergrund. Die hier abgelagerten Salze weisen eine große Formenvielfalt auf. Ein Salzstock beschreibt eine teilweise mehrere Kilometer aufgestiegene Salzstruktur, die sogar bis an die Erdoberfläche reichen kann. Außer ihrer weißgrauen Erscheinung können die Salze unterschiedliche Rot- oder Orangetöne zeigen, was auf minimale Eisenanteile zurückzuführen ist.

Die Salze in Norddeutschland sind in einem Zeitraum vor ca. 250-290 Mio. Jahren entstanden (Rotliegendes und Zechstein des Perms). Das besonders mächtige, ca. 250 Mio. Jahre alte Zechstein–Salz ist wegen seiner vorzüglichen Qualität besonders für den Kavernenbau geeignet. Auch der Salzstock Etzel besteht hauptsächlich aus diesem Salz und ist gleichzeitig einer der größten Salzstöcke der Region.

Gesamtvolumen der Salzablagerungen in Norddeutschland

Das Gesamtvolumen aller in Norddeutschland existierenden Salzlagerstätten lässt sich mit ungefähr 90.000 km3 abschätzen. Dieses Volumen würde einem theoretischen Würfel mit einer Kantenlänge von etwa 45 km, und damit vergleichsweise der Entfernung zwischen Bremen und Oldenburg, entsprechen.