Kiel-Rönne:

Blick in den Salzstock
Luftbild

Deutschlands erste Erdgasspeicherkaverne

Anfang der 60er Jahre begannen die Stadtwerke Kiel mit der Planung eines unterirdischen Großraumspeichers. Als geeignet erwies sich der Salzstock Honigsee am Standort Kiel-Rönne, 8 km südlich der Kieler Förde.

1971 ging die Kiel K101 in Betrieb – als Deutschlands erste Erdgasspeicherkaverne! Der Salzspiegel liegt tiefer als bei den meisten anderen deutschen Kavernen. Ab 1967 wurde der Hohlraum im Teufenbereich von 1.307 m bis 1.335 m ausgesolt und erreichte eine Größe von ca. 32.000 m³. Das entspricht einer Kapazität von ca. 2 Millionen Nm³ Arbeitsgas. Bis heute ist die Kaverne im Gasspeicherbetrieb.

1996 folgte als zweite Erdgaskaverne der Stadtwerke die Erstbefüllung der Kiel K102. Das Aussolen im Teufenbereich zwischen 1.400 m bis 1.600 m begann Ende 1992. Schließlich erreichte die Kaverne eine Höhe von ca. 160 m und einen mittleren Durchmesser von ca. 60 m; sie ist damit rund 30-mal größer als die K101. Die Zugangsbohrung der K102 wurde als S-Shape-Bohrung abgeteuft: heute nichts Besonderes, damals eine Pioniertat.

2012 wurde die Kiel K103 fertiggestellt. Sie ist mit einem Volumen von ca. 500.000 m³ weitaus größer ausgelegt als die K101 und die K102. Die Kapazität soll ausreichen, um 60.000 Einfamilienhäuser ein Jahr lang zu beheizen.

Die frühere KBB (seit 2004 KBB Underground Technologies GmbH) hat die K102 geologisch-technisch geplant und erstellt. Den Bau der K103 begleiteten maßgeblich DEEP. Underground Engineering und KBB UT in bewährter Kooperation. Auch bei der Wartung der bestehenden Kavernen können die Stadtwerke Kiel auf diese Unterstützung zurückgreifen.